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Ein weiches Bett und ein eigenes Zelt.

Jetzt sind wir schon über eine Woche hier in Mount Maunganui und die Zeit fliegt. Wir hatten die letzten 9 Tagen glaube ich nicht einmal Langeweile. Nachdem wir Dienstag und Mittwoch Camping Gear etc. einkaufen waren, kam Donnerstag dann endlich die Sonne raus und wir sind mit zwei Kiwi-Freundinnen von mir, die ich von meinem Auslandsaufenthalt hier kenne, auf den Mount gelaufen. Der Mount sieht auf Fotos meist garnicht so groß aus, aber wenn man dann davor steht, ragt er weit in den Himmel. Schon nach den ersten steilen Treppenstufen ist man eigentlich schon erschöpft, wird aber schon nach kurzer Zeit mit einem tollen Ausblick auf Mount Maunganui, den Main Beach und Pilot Bay belohnt. Nach ca. 40 min kommt man dann oben an der Spitze an und kann weit bis zu den Bergen westlich von Tauranga gucken, sowie auf die Küste nördlich und südlich vom Mount. Man erkennt die Surfer im Wasser, die Menschen die in den Cafes am Strand sitzen und die Hot Pools, ein hellblaues Schwimmbad am Fuße des Mounts. Nach einer kleinen Pause, ging es dann auf der Rückseite, mit Blick auf einen leeren, weißen Sandstrand und endlosem, türkisem Meer wieder nach unten. 

Am nächsten Tag wurden wieder Picknick-Sandwiches geschmiert, denn es ging zu den McLaren Falls. Falls irgendeiner von euch mal hier sein sollte, das dürft ihr nicht verpassen! Wir hatten super Wetter und sind mit unserem Auto (Sunny) auf ein paar Umwegen (leider auch eine der wenigen Mautstraßen Neuseelands) morgens dorthin gefahren. die McLaren Falls sind schwer zu beschreiben, da man es nicht als einfachen Wasserfall abtun kann.  Aus einem dichten Wald aus Tannen und Palmen (ja, die Vegetation in Neuseeland durchmischt ganz Europas Vegetation) fließt ein Fluss über riesige Steine und Felsen einen Wasserfall aus riesigen Steinen und Felsen herunter. Dadurch entstehen oberhalb des Wasserfalls ganz viele kleine und größere Pools zwischen den vielen Felsen, in denen man baden kann, wenn einem warm genug ist. Über den Wasserfall führt eine Brücke, von der nicht gesprungen werden darf, es aber viele trotzdem machen. Der Ort eignet sich durch die vielen Felsformationen für Klippenspringer. Die Brücke führt in den McLaren Falls Park, ein See mit grünen Hügeln, Urwaldähnlichen Wäldern und sehr vielen Enten, Gänsen und Schwänen. Das Wasser des Sees ist superklar und da wir nicht zur Hauptsaison da waren, waren wir fast die einzigen Besucher, weswegen die Tiere ziemlich nah an uns heran gekommen sind und wir die frisch geschlüpften Enten- und Gänsebabies beobachten konnten. Wir waren so hin und weg von der Natur, dass wir durch unsere ganzen Fotos und Videos statt 30 min. 1,5 Stunden für den Weg gebraucht haben. Am Ende sind wir noch auf einen Lookout hochgegangen und hatten einen, wie Dominik sagt "Windows-Hintergrund" vor uns. Wenn ich ein Schaf wäre, hätte ich mir auf jeden Fall diese saftigen, supergrünen Wiesen zum Essen ausgesucht ;)

 

 

 Am Nachmittag haben wir dann für meine Gastfamilie einen Pie gekocht, der eigentlich auch sehr gut gelungen ist. Nur gibt es in Neuseeland so riesigen 1kg Käse, der in Blöcken abgepackt verkauft wird und dem entsprechend auch nicht die beste Qualität hat. Naja, auf jeden Fall war der Käse, den wir darüber gestreut hatten am Ende total ölig und lief in die gesamte Aflaufform, war aber trotzdem sehr lecker :)

Abends waren wir dann noch im Spa, das hat hier eigentlich jeder Haushalt, so ein Whirlpool der auf der Terrasse steht und sehr schön warm ist :) Da irgendein Feiertag war, konnten wir sogar das Feuerwerk hören, während wir die Sterne beobachtet haben.

Samstagmorgen waren wir auf dem "Little Big Market", der regelmäßig während des Sommers veranstaltet wird, um die Nachbarschaft zusammen zu bringen. Und ich muss sagen, dass schafft er sehr gut. Der Markt ist nicht riesig, es gibt aber unzählige kleine Designstände von regionale Kreativen, die echt tolle Ding verkaufen und nicht nur getöpferte Vasen, wie man sie auf deutschen Handwerksmärkten findet. Dazu gibt es ein Angebot von mehreren Food Trucks an Essen vom kleinen Hunger bis zu größeren Portionen und zum Nachtisch. Das Beste, finde ich , war aber die Live-Musik. Am einen Ende des Markts stand ein Gitarrist unter einem Zelt und hat entspannte Musik gemacht, die man in den Sitzsäcken und auf den Decken davor und daneben genießen konnte. Wenn es solche Märtke in Hamburg geben würde, wäre dasein ziemlicher Pluspunkt für die Stadt! Anschließend ging es dann mit Elina zum Main Beach, ein bisschen sonnen und baden. 

 Ganz typisch neuseeländisch, gab es nach so einem Sommertag auch Fish'n'Chips am Strand. Das dies eine Kiwi-Tradition ist, merkte man an der Wartezeit von 45 min. für einen einfachen panierten Fisch mit ein paar Pommes dazu, in einem einfachen Take-Away-Shop. Dafür schmeckte das Menü natürlich umso besser, je hungriger wir wurden und so konnten wir die Fish'n'Chips beim Sonnenuntergang am Mount genießen.

 Am Sonntag ging es dann wieder los mit dem Sandwiches schmieren, es ging für 3 Tage auf die Coromandel Peninsula, eine Halbinsel nördlich von Tauranga. Wir hatten uns für den Weg einen Wanderweg ausgesucht, um eine kleine Pause einzulegen. Nachdem wir vom Highway abgefahren sind, in die Hügel/Berge von Coromandel und nach 15 km die Straße zu einer Schotterpiste wurde, von der im Reiseführer nicht die Rede war, machten wir uns so langsam Sorgen, ob wir nicht schon lange am Info-Center vorbeigefahren wären. Zum Glück tauchte es dann irgendwann im nirgendwo auf und wir konnten unsere Wanderung zu einem super Aussichtspunkt und einem Fluss zwschen den Bergen beginnen.

 Der Weg nach Coromandel Town war atemberaubend schön. Links von uns lag das türkise Meer, meist von einem weißen Strand und einer hellgrünen Rasenfläche oder dunkelgrünen Bäumen gesäumt und ab und zu von winzigen Örtchen mit Fischerhütten und Ferienhäusern. Die Straße führte dann die Berge hinauf, sodass man die Landschaft auch noch von oben bestaunen konnte.

 

In Coromandel Town, einem kleinen Örtchen mit ein paar Restaurants und einer Bank, hieß es dann das erste Mal unser Zelt auf einem Campingplatz aufbauen. Die Wetterverhältnisse waren zum Glück ideal und wir haben die erste Nacht sehr gut überstanden.

Nachdem wir von sehr lauten Vögeln geweckt wurden und wir uns mit dem österreichischem Musiker unterhalten hatten, den wir auf dem Campingplatz kennengelernt hatten, ging es weiter über mehrere weiße Strände und schöne Buchten, bewaldeten Bergen und grünen Hügeln und dem hübschen Ort Whitianga nach Hahei, zu unserem Campingplatz für 2 Nächte. 

Der Campingplatz war traumhaft, er liegt direkt am Strand, einem wunderschönen Strand. Und wir hatten auch noch das Glück, direkt einen Zeltplatz am Strand mit eigenem Beach Access zu bekommen. Unser Zelt stand also zwei Nächte sehr idyllisch mit Strandblick :) Nachts war es auch so dunkel, dass man unglaublich viele Sterne sehen konnte.

Dienstag ging es dann zum Hot Water Beach, eine der Touristen-Attraktionen auf der Coromandel. An dem Strand gibt es einen Abschnitt, an dem heißes Wasser unter dem Sand ist, sodass man sich sein eigenes kleines Thermalbad buddeln kann. Zumindest theoretisch. Praktisch ist der eine kleine Strandabschnitt total überfüllt und es gibt eigentlich garkeinen Platz, wo nicht schon ein Loch gebuddelt wurde. Also haben wir uns dann einfach in ein vorgebuddeltes Loch gesetzt und dann lustigerweise den Österreicher vom anderen Campingplatz wieder getroffen :D
Dann ging es zur Cathedral Cove, der andere Touri-Spot, der aber um einiges größer ist und deswegen auch nicht so überfüllt war. Die Cathedral Cove ist ein riesiger Durchgang durch die Klippen zwischen zwei Buchten, mit sehr schönem Strand und klarem Wasser. Abends waren wir dann so müde, dass wir eigentlich nur schlafen wollten. Dann ging ein Alarm los. EIn Alarm, der durch das ganze Dorf zu hören war. Wir hatten in der Küche nur irgendein Schild mit "Tsunami" und "Siren" gelesen, weswegen wir ein wenig Panik hatten. Zum Glück konnte dann, durch ein Anruf beim Emergency Call, geklärt werden, dass dies ein Aufruf für Freiwillige Helfer war, da in der Nähe ein Waldbrand oder so war. Leider wurden um 2:00 in der Nacht und um 6:00 morgens noch einmal freiwillige Helfer mit dem 30 sekündigen Signal zur Hilfe gerufen, was unseren Schlaf etwas beeinträchtigt hat :D

Heute ging es dann wieder zurück zum Mount und jetzt gehen wir erstmal schlafen, bevor es morgen nach Hobbiton geht.

Gute Nacht und Guten Morgen an euch!

 

 

 

 

 

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25.12.2015

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