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The Tent Story and Northland

Jetzt ist es schon ein bisschen her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe. Seitdem ist natürlich ziemlich viel passiert und ich schaff es nicht mehr, jeden Tag einzeln zu erzählen, sonst sitze ich die nächsten paar Tage an diesem Eintrag ;) Also gibt es eher eine Zusammenfassung der größten Ereignisse.


Zum Thema "Zelt" gibt es viele Neuigkeiten. Wir hatten uns noch am gleichen Tag ein neues Zelt gekauft. Wir dachten eigentlich ein "vergleichsweise" gutes, da es uns 150$ gekostet hat. Allerdings war es ein Zelt vom Warehouse, eine riesige Kette hier, die wirklich ALLES verkauft, was man sich vorstellen kann (abgeshen von Essen) und das zu sehr guten Preisen. Also ging unser neu erworbenes 4-Personenzelt direkt beim ersten Aufbau kaputt. Nicht so schlimm, dass wir nicht mehr drin schlafen konnten, aber wir sind es am nächsten Tag umtauschen gegangen. Das Warehouse hat die Regel, dass man eigentlich alles bis zu 12 Monate zurückbringen kann. Und so begann die Ära des umtauschbaren Zeltes :D Das nächste Zelt, dass wir dann durch den Umtausch erworben hatten (gleiches Modell), hatte leider eine Fehlproduktion: Eine Zeltstange wollte einfach nicht gerade bleiben und bog sich, sobald man das Oberzelt auf das Innenzelt spannte. Das hatte zur Folge, dass sich die beiden Zeltlagen berührten, was widerum zu einem nassen Zelt führen kann. Also sind wir, nachdem wir es mehrere Male probiert hatten besser aufzubauen, nach einigen Tagen wieder umgetauscht. Wir hofften, dass man uns trotzdem ein neues Zelt geben würde, da der Fehler ja nicht direkt sichtbar war und wir deutsche Bürokratie kennen. Anders in Neuseeland, wir gehen ins Warehouse, sagen "Das Zelt ist irgendwie kaputt,..." und wollen noch eine Erklärung abliefern. Die Mitarbeiterin wollte aber nur wissen, welches Kästchen in ihrem Computer sie ankreuzen musste und schon durften wir uns ein neues Zelt aus dem Laden holen. Endlich waren wir glücklich, wir bauten es auf dem nächsten Campingplatz auf und es hielt und stand gerade und nichts war kaputt. Die ersten zwei Nächte meisterte es tadellos. Und dann kam wieder einmal der Regen. Wir wurden nicht nass und ahnten nichts Schlimmes, am nächsten Morgen sahen wir aber, dass der Regen nicht abperlte, sondern in den Stoff einzog und man keine Chance hatte, die Tropfen abzuschütteln. Dies war eventuell ein wenig unser eigener Fehler, da wir das Zelt unter einem riesigen Baum aufgestellt hatten. Deswegen entschieden wir uns erst einmal, das Zelt mitzunehmen und noch einmal aufzubauen. Unser nächstes Ziel war New Plymouth, wo wir Felix wiedertreffen wollten, der Deutsche, den wir in Auckland im Hostel kennengelernt hatten. Also testeten wir zusammen mit Felix unser Zelt auf Wasserfestigkeit. Es hat nicht bestanden. Wir schoben das Problem uf die Qualität des Zeltes und nicht auf unsere Fähigkeiten, das Zelt unter einem Baum aufzustellen und machten uns wieder einmal auf den Weg zum Warehouse. Wieder einmal war es kein Problem, das Zelt zurückzugeben. Eine kleine Unterschrift und alles war gut. Dieses Mal forderten wir allerdings unser Geld zurück, wir wollten uns erstmal nach Alternativen umschauen, bevor wir wieder aufs Warehouse zurückkämen. Felix hatte erzählt, dass es bei Kathmandu gerade Christmas Sale gibt und er ein 2er-Zelt für 80$ bekommen hat. Das war Grund genug, in einem guten und vertrauenswürdigen Outdoorladen vorbei zu gucken als im nächsten "Billigwarenladen"(wobei ich nicht sagen möchte, dass alles beim Warehouse schlecht ist, wir haben dort auch sehr viele andere gute Sachen gekauft.). Wir wurden von der nettesten Verkäuferin beraten, die ich bisher je hatte. Im Verkaufsraum gab es nur ein 3er-Zelt für 250$ (unsere Obergrenze lag bei 200$). Ihr fragt euch wahrscheinlich warum wir zwei ein 3er Zelt haben wollen. Das liegt daran, dass wir unseren Kofferraum nur durch einen Hebel unter'm Fahrersitz öffnen können und er auch schnellstmöglich wieder geschlossen werden muss, wegen der Glühbirne im Kofferraum, die leider nicht manuell ausgestellt werden kann. Deswegen ist es sehr praktisch, wenn man einige Sachen im Zelt aufbewahren kann, da wir sonst nur am Autoschlüssel suchen und Fahrersitz und Kofferraum hinterherlaufen sind.
Zurück zu der netten Verkäufern. Nachdem wir ihr erzählt hatten, dass uns das Zelt zu teuer wäre, wir aber kein Zelt für die Nacht haben und wir ihr unsere Warehouse Geschichte erzählt hatten, versuchte sie alles, damit wir das Zelt unserer Träume finden würden. Im Katalog hatten wir es dann auch gefunden. Es war das von Felix, nur eine Nummer größer. Der Nachteil: die Lieferung würde erst in 2 Tagen da sein. Also ist sie noch einmal los und hat alle Hebel in Bewegung gesetzt um dieses Zelt aufzutreiben. Und man glaubt es kaum, aber in der hintersten Ecke des Lagers hat sie noch einen Stapel mit dem Modell gefunden. Und jetzt kommt die HAMMER-Nachricht! Dieses Zelt kostete 400$!! Aber nach dem Abzug des Christmas-Sale und da es "clearance" war, also Ausverkauf, mussten wir nur 140$ hinblättern!!!!!! Ist das denn zu glauben? Wir haben jetzt sozusagen den BMW unter den Zelten für den Preis eines Hondas bekommen. Und wir schlafen wie auf und in Wolken und haben die Premium-Ausstattung mit diversen Fenstern und blablabla. Thank God it's Christmas :D

 

 

 

Mit dem Wetter hatten wir in der Bay of Islands leider nicht gaanz so viel Glück, die ersten Tage hat es ziemlich viel geregnet. Die Ausflüge haben aber trotzdem ziemlich viel Spaß gemacht, wie zum Beispiel der nach Mangonui (nein, nicht Mount Maunganui). Da man eigentlich innerhalb von einer Stunde von Paihia dorthin fahren kann, haben wir die Straße entlang an ganz vielen Buchten gewählt. Nach kurvenreichen Straßen, hellgrünen Hügeln und einigen Schafen, gelangt man an wunderschöne, menschenleere Strände mit goldenem Sand und tosender Brandung. Meist stehen hier ein paar kleine Häuser, die sich ein Dorf nennen und oft eine kleine hübsche, weiße Kirche haben. Leider haben wir es nie lange an den einzelnen Stränden ausgehalten, da es unglaublich windig war und die dunklen Wolken hinter dem nächsten mit dunkelgrünen Bäumen bewachsenden Hügeln lauerten. Aber der Gesamteindruck zählt und da bleiben einem die menschenleeren, wilden aber auch feinen Sandstrände auf jeden Fall in Erinnerung.

 


In Mangonui regnete es dann leider wieder so doll, dass wir erst einmal unmotiviert eine Stunde  in unserem Auto saßen und gelesen haben, zumindest ein Teil von uns ;) Wir warteten eigentlich nur darauf, dass die Sonne bald untergehen würde, da Dominik ihn von einem Aussichtspunkt aus filmen wollte. Mangonui ist ein kleines, hübsches Fischerdorf mit ein paar kleinen vorgelagerten Inselchen am Pazifik. Das Dorf hat das Glück, den Ruf der besten Fish'n'Chips in Neuseeland zu haben, sonst würden bestimmt viel weniger Touristen hier vorbeigucken. Und man kann eindeutig nicht klagen. Nachdem der Regen aufgehört hatte, setzten wir uns in das kleine Restaurant, das auf Stelzen über dem Meer steht und genossen unsere bisher besten Fish'n'Chips mit Blick auf die im kleinen Hafen schippernden Fischerboote. Dann ging es ab nach oben auf den Aussichtspunkt und wir staunten über den unglaublichen 360° Blick, den wir nun über Mangonui, das Festland, die Inselchen und den Pazifik hatte. Da die Wolken sehr tief hingen und die Sonne langsam unter ging, hatte alles einen mystischen und unwirklichen Touch. Den Sonnenuntergang konnten wir leider nur hinter den Wolken erahnen, aber es war trotzdem ein sehr gelungener Tag!

 

 


Unsere letzte "große" Aktion in den Bay of Islands war eine Kayaktour auf dem Fluss bis zu den Haruru Falls. Ich kannte die Falls schon von der Reise vor 3 Jahren und ich weiß nicht, wer diese Wasserfälle so groß in den Reiseführer geschrieben hat. Man sieht im HIntergrund Häuser und eine hässliche Brücke, und eigentlich ist es nur ein Fluss, der 2 Meter in die Tiefe fällt. Für Neuseeländische Verhältnisse eigentlich sehr unspektakulär. Deswegen stand ich der Kayaktour etwas skeptisch gegenüber, beziehungsweise dem Ziel der Tour.
Unsere Gruppe bestand aus vier 2er-Kayaks und unserem Tour-Guide, selber ein Work-and-Traveller aus England. Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir nicht komplett nass wurden, nachdem die erste Welle aber schon meine ganzen Beine erwischte, gab ich diese Hoffnung auf. Es wurde aber sehr schnell sehr lustig. Wir mussten, um den Fluss zu gelangen, über die breite Flussmündung fahren, die von Wellen und viel Wind durchzogen war und wir haben wirklich jede Welle in unserem kleinen Kayak mitgenommen, sodass ich schon bald nicht mehr viel durch meine nasse Sonnenbrille sehen konnte. Nachdem dieser anstrengende Teil geschafft war, ging es durch den Mangrovenwald, der das Flussufer säumt. Das war schon ziemlich cool, aber auch schwer, nicht mit dem Paddel in den dichten Ästen hängen zu bleiben. Die Haruru Falls sahen dann zum Glück vom Wasser aus auch ein bisschen spektakulärer aus, sodass sich diese Geldausgabe auf jeden Fall gelohnt hat!

 


Dann ging es weiter nach Kaitaia, besser gesagt auf den Campingplatz nach Ahipara. Dort erlebten wir unsere erste große Katastrophe. Wir hatten zuvor ja immer bei Liza (Gastfamilie) gewaschen und daher immer eine gute Maschine mit gutem Waschmittel zur Verfügung gehabt. Das hatte nun ein Ende. Das Waschpulver wollte sich in der Kaltwäsche (in Neuseeland wird sehr oft kalt gewaschen) einfach nicht auflösen und pappte auch nach zwei Wäschen noch unvorteilhaft an weißen T-Shirts. Mit dem Wetter hatten wir auch kein Glück, es regnete in Strömen. Also waren wir gezwungen den Trockner zu benutzen. Der trocknete jedoch nicht gerade gut und auch nach zwei Durchgängen gab es noch Teile, die feucht waren. Wir haben uns also noch Tage danach mit dem doofen Waschpulver, der doofen Waschmaschine und dem doofen Trockner rumgeschlagen, da die Wäsche nicht trocken wurde und gelbe Flecken hatte. Wir haben mittlerweile flüssiges Waschmittel und in der nächsten Waschmaschine ging auch alles gut :D
Von Ahipara aus haben wir eine Tagestour zum Cape Reinga gemacht. Hierzu hatten wir eine Bustour gebucht. Man kann auch einfach mit dem Auto die schmale Landzunge bis zum Ende hochfahren, wir hatten uns aber für den Bus entschieden, da wir 1. selber jeden Tag ziemlich viel Auto fahren und es 2. noch ein paar Extras auf der Tour gab. Mit ein paar Zwischenstopps (und Lunch) gelangten wir zum nördlichsten Punkt Neuseelands, Cape Reinga. Hier treffen die Tasman Sea und der Pazifische Ozean aufeinander, was zu ziemlich langen und großen Wellen rundherum des Capes führt. Ganz an der Spitze steht ein hübscher, weißer Leuchtturm und ganz viele gelbe Schilder in verschiedene Himmelsrichtungen zu den bekanntesten Städten der Welt gerichtet. Cape Reinga hat für die Maori eine ganz besondere Bedeutung, nämlich dass die Seelen der Verstorbenen sich hier auf den Weg nach Hause zu ihren Heimatinseln machen. Man kann sich das hier sehr gut vorstellen, der Ort hat schon etwas magisches mit dem aufgewühlten, endlosen Meer, den wilden Stränden und den grün bewachsenen Hügeln.
Auf dem Rückweg ging es dann mit dem Bus über den 90 Miles Beach. Der Strand ist sogar als Highway ausgezeichnet und man darf mit Autos rüberfahren. Er ist unglaublich lang und breit, wir sind fast 1,5 Stunden mit ca 60-80 km/h über den 90 Miles Beach gefahren! Das zeigt einem mal die Dimensionen dieses unglaublich langen Strandes! Das Highlight der Tour (nach Cape Reinga) war das Sandsurfing. Kurz vor dem 90 Miles Beach gibt es riesige Dünen, auf denen wir mit Boogy Boards heruntergefahren sind. Man wird echt ziemlich schnell und da es mal wieder hat in dem Moment geregnet auch ziemlich nass :D Ansonsten hatten wir aber kein Regen auf der Tour :)

 

 

 


Das war jetzt lange noch nicht alles, was ich zu erzählen habe, der nächste Eintrag kommt sehr bald! (:

 

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25.12.2015

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