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Wellington

Nachdem uns der Tongariro National Park ein weiteres Mal nicht haben wollte, entschieden wir uns direkt weiter nach Wellington zu fahren, von wo aus auch unsere Fähre auf die Südinsel losgehen würde. Da Felix auch noch keinen weiteren Plan hatte und eigentlich nur darauf wartete, dass seine Freundin Ende Dezember kommt, begleitete er uns mit nach Wellington.
Wellington ist im Vergleich zu Auckland ein bisschen hübscher (unserer Meinung nach), was aber auch daran liegt, dass es kleiner ist. Die Stadt liegt in einer großen, von dunkelgrünen Hügeln umgebenen Bucht und ist selber auch mit vielen steilen Straßen und Hügeln ausgestattet. Die Wohnhäuser sind überwiegend aus weißen Holz mit Veranda und hübschen Verzierungen, was der Stadt seinen Charme verleiht. Die direkte Innenstadt ist wie zu erwarten nicht unbedingt vergleichbar mit Hamburg oder anderen deutsche Städten was die Architektur und das Alter der Gebäude angeht, aber es gab ein paar hübsche Strassen und auch ein paar hübsche, historische Häuser. Was uns an Wellington besonders gefallen hat waren die vielen individuellen Läden und Restaurants/ Bars. Wir waren einfach lange nicht mehr in einer Stadt, außer in den neuseeländischen Kleinstädten auf dem Land, die alle gleich aussehen, und sind erstmal durch die ganzen Läden und Straßen gelaufen und haben uns die leckeren Gerichte in Restaurants durchgelesen, die wir uns alle nicht leisten konnten. In meinem Reiseführer war allerdings ein malaysisches Restaurant aufgeführt, dass sehr preiswert sein sollte und auch die Rezensionen auf TripAdvisor waren gut, weswegen wir uns dazu entschieden, endlich mal wieder bekocht zu werden. Und das war eine seeehr gute Idee. Das Restaurant war mini, es hatte vielleicht 10 Tische, und es war super schnell voll. Wir waren zum Glück die ersten, da wir fast vor Hunger starben. Die Preise waren super dafür dass wir ziemlich anständige Portionen bekommen haben und das Essen war so gut, dass wir 2 Tage später sogar noch einmal dort essen gegangen sind. So haben wir unsere Essensausgaben zwar ein bisschen überzogen, aber es hat sich gelohnt ;)

 Was an Wellington garnicht gut war, war die Parkplatzsituation! Wir mussten pro Stunde 4$ zahlen und wir waren ja, wenn wir in die Stadt gefahren sind, meist den gesamten Tag da. Das hat uns schon einiges an Geld gekostet. Da ich allerdings noch meine Student ID von vor 3 Jahren hier habe, sind wir des öfteren auch preiswerter davon gekommen. Zum Beispiel bei der berühmten „Cable Car“, eine historische Bahn, die Passagiere in 10 min. einen der Hügel Wellingtons hochfährt. Oben gibt es dann den Botanischen Garten, ein Cable Car Museum und einen erstklassigen Ausblick über Wellington und die Bucht. Wir hatten ziemlich Glück mit dem Wetter und haben erst einmal „Brotzeit“ (neues, bayrisches Vokabular dank Felix) gemacht. Dann ging es durch den Botanischen Garten, der aber nicht allzu interessant war (der in Hamilton war einfach super) wieder zurück zur Cable Car.

 Am nächsten Tag ging es zu den Weta Caves. Hier werden alle erdenkbaren Requisiten für Kinofilme hergestellt. Die Caves liegen mitten in einem Wohngebiet in Wellington und haben ganz klein angefangen. Durch Verbindungen zu Peter Jackson, dem Regisseur von „Herr der Ringe“, durften sie aber ziemlich bald an einem der erfolgreichsten Kinofilme mitarbeiten und waren für Schwerter, Rüstungen und Masken in der Trilogie zuständig, was ihnen eine gewisse Berühmtheit erbrachte und sie immer mehr Aufträge entgegennehmen konnten, z.B. auch für „Avatar“. In der Führung durch die Weta Caves (die leider in den letzten Jahren immer mehr auf „Massenabfertigung“ zurechtgeschnitten wurde, also weniger ausführlich und nur noch durch eine Ausstellungshalle anstatt durch die Produktionshallen) wird einem dann kurioses und interessantes aus dem Geschäft erzählt und man darf Original Schwerter und Waffen aus „Herr der Ringe“ in der Hand halten. Die Tricks, die sie mittlerweile anwenden können und wie sich das Geschäft immer weiter entwickelt ist ziemlich interessant, aber wenn man von früheren Führungen hört, ist man ein bisschen enttäuscht, da man nicht mehr so viel zu sehen bekommt. Für etwaige Filminteressierte lohnt es sich aber auf jeden Fall und natürlich auch für die vielen „Herr der Ringe“-Fans ;)

 Danach ging es die Küstenstraße Wellingtons entlang. Wie eigentlich überall an Neuseelands Küsten, wird man auch hier nicht enttäuscht. Man hat einen tollen Blick auf die Stadt, die dunkelbraunen Felsen und das türkise, vom Wind gepeitschtem Meer. Wellington wird als die windigste Stadt Neuseelands bezeichnet, das können wir nach unseren paar Tagen dort bestätigen. Eine Nacht hat es gestürmt, unsere Zelte haben es zum Glück überstanden, aber obwohl wir sie sehr gut gesichert hatten, bewegten sie sich im Wind mit. Viel lustiger zu beobachten waren allerdings die Zelte der ACDC-Fans. Die Band war nämlich den Weg nach Neuseeland kommen um ein Konzert in Wellington und Auckland zu spielen. Der Andrang war natürlich groß und schon nachmittags lief der „durchschnittliche ACDC-Fan“ (definiert von Felix, Dominik und mir: schwarzes Fan-Shirt, lange, graue Haare, mittelgroß, zwischen 40 und 60 Jahre alt und mit Zigarette im Mund) betrunken und lauthals singend durch Wellingtons Straßen. Der Campingplatz wurde überflutet von Zelten. Als wir ankamen waren wir eins von fünf Zelten, an dem Abend des Konzerts konnten wir die Zelte nicht mehr zählen aber es gab keinen freien Platz mehr. Da die Fans vermutlich früh anfingen zu trinken, waren sie offensichtlich nicht mehr in der Lage ihre Zelte ordentlich aufzubauen. Und das sah man ihnen bei dem Sturm auch an. Es war schon ziemlich unterhaltsam, wie sich ein großes, blaues 6-8 Personen Zelt dem Wind beugt und fast sein Überzelt verliert. Die Heringe waren größtenteils nicht mehr im Boden verankert und die Leinen flogen in jede Himmelsrichtung während das Vorzählt nicht mehr als Vorzählt zu definieren war. Das kleine 2er Zelt dahinter hatte es fast noch schlimmer getroffen. Die Stangen waren anscheinend nicht gut aufgebaut und auch sehr dünn, was dazu führte dass sich das Zelt mit dem Wind bog und geradezu platt auf dem Boden lag. Das war allerdings noch nichts gegen das Zelt, das einfach nicht im Boden verankert wurde. Erst rollte es nur ein bisschen auf dem Zeltplatz herum. Dann wurden die Böen aber immer stärker und irgendwann erhob sich das Zelt 7 Meter in die Luft und flog über die Bäume hinweg bis zum Eingang des Campingplatzes. Wo die Besitzer in der Nacht geschlafen haben weiß keiner ;)
Auch die Umgebung von Wellington ist ziemlich eindrucksvoll (und windig!). Ein Tagesausflug führte uns erst einmal in das Weingebiet Martinborough. Das Städtchen ist sehr geplegt und hübsch und bietet eine Auswahl an guten Restaurants, Cafes, Läden und natürlich Wein. Nach einer kleine Pause ging es eine einsame Straße weiter zum Cape Palliser. Der letzte Teil der Straße führt an der Küste entlang und sieht ganz anders aus als das, was wir bisher gesehen haben. Die Hügel, die sich links von uns erhoben war senfgelb und gaben einen unglaublichen Kontrast zu dem hellblauen Wasser ab. Das Land war eindeutig vom Wind gezeichnet und es gab wenig Bäume und Gebüsch sondern eher Gräser. Das letzte Dorf ist ein kleines Fischerdorf mit einer unglaublichen Anzahl an Fischerbooten, die von Treckern an Land gezogen wurden. Das Cape Walliser besteht aus schwarzen Stränden und einem schönen, rot-weiß gestreiften Leuchtturm, der sich hoch über dem Meer erstreckt. Um die Aussicht genießen zu können muss man über 200 Treppenstufen zum Leuchtturm hochlaufen und aufpassen, dass man nicht vom Wind weggeweht wird. Oben angekommen hat man dann einen tollen Aussicht über die gelben Hügel und die Straße, die sich langsam zwischen Berg und Küste entlang schlängelt. Unten am wilden Strand entdeckten wir dann auch noch Robben, die sich zwischen und auf den großen Steinen ausruhten.

 

 

 An unserem letzten Tag zusammen mit Felix (wir fuhren auf die Südinsel und Felix ist zu einer Familie in der Nähe von Taupo zum woofen gegangen) haben wir den „Red-Rocks-Coastal-Walkway“ gemacht. Wir sind entlang der Küste gegangen bis zu einem Punkt, wo es eigentlich Seehunde geben soll, aber leider waren sie gerade im Meer unterwegs. Dafür sind wir dann zwischen den Felsen im Meer herumgeklettert und haben einen riesigen, roten Seestern unter einem Stein gefunden und das Wetter war zum Glück auch traumhaft. Abgesehen vom Wind in Wellington, der aber eigentlich nicht gestört hat, hatten wir ziemlich Glück mit dem Wetter.
Am nächsten morgen ging es dann früh los zum Hafen, um 9:00 ging unsere Fähre los auf die Südinsel. Das Wetter war perfekt und es war sogar windstill!! Die 3-Stündige Überfahrt war gut, solange man draußen saß. Drinnen schliefen alle (vor allem Asiaten) auf den Tischen und sogar der Fußboden war übersät mit schlafenden Menschenkörpern. Ein bisschen komisches Verhalten wie wir fanden. Dafür hatten wir draußen eine schöne Sicht und als wir in die Marlborough Sounds kamen, die Inseln ganz im Norden der Südinsel, kamen sogar die müden Passagiere nach draußen, um sich dies anzusehen. Dazu aber im nächsten Post mehr. Als wir in Picton ankamen strahlte die Sonne immernoch vom wolkenlosen Himmel und unsere Südinselreise konnte losgehen :)

 

 

 /////// DIE BILDER VOM LEZTEN POST SIND JETZT HOCHGELADEN (: ////////

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25.12.2015

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