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Das Tongariro Crossing

Bevor wir Neuseeland verlassen konnten, mussten wir auf jeden Fall noch das Tongariro Crossing machen. Ich hatte ja schon erzaehlt, dass wir zweimal zum Ausgangsort "Whakapapa Village" gefahren waren, das Wetter uns aber jedes Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Dieses Mal lief es zum Glueck besser, wir hatten schon Tage davor das Wetter gecheckt, da es dieses Mal unsere letzte Chance sein wuerde und es war sonnig und windstill vorhergesagt, die perfekten Voraussetzungen. In Whakapapa Village trafen wir dann auch Felix wieder. Lena, seine Freundin war mittlerweile auch in Neuseeland angekommen und wir verstanden uns, genau wie mit Felix am Anfang, von Beginn an super! Der Campingplatz war so ueberfuellt, dass wir unser Zelt auf Kieselsteinen aufbauen mussten, wir liessen uns aber durch nichts mehr von unserem Plan abbringen. Abends wurde ein Auto noch am Ende des Tracks geparkt, so konnten wir uns die 30$ fuer den Shuttle sparen, bevor wir dann am naechsten Morgen um 5:00 aufstanden. Obwohl wir schon am Vorabend viel vorbereitet hatten, dauerte es doch noch lange, Sandwiches zu schmieren, den Ruckasck fertig zu packen und nichts zu vergessen ;) um kurz nach 7:00 standen wir dann am Anfang des Tracks. Zusammen mit mindestens 20 anderen Leuten. Der Nebel hing noch in den Bergen und die Sonne schaffte es gerade eben ueber die Gipfel zu scheinen und wir machten uns auf den 19,4 km langen Weg durch Grasland. Grasland sollte es aber nicht lange bleiben. Schon nach einiger Zeit ging es an einem kleinen Fluesschen entlang den ersten Huegel hinauf. Die Sonne wurde jetzt so stark, dass wir eine kleine Pause zum Eincremen einlegten und schon wurden wir von vielen anderen Wanderern eingeholt. Seitdem war es eher eine Massenwanderung, angeblich hatten einige 5 Tage lang gewartet, bis das Wetter gut genug war. Da es viele Hoehenmeter hinauf geht und oben kein einziger Baum steht, kann es sehr schnell zu kalt und zu windig sein. Es ging fuer ca. 45 min. weiter durch angenehm ebenes Moor und Grasland, bevor es an den ersten wirklich steilen Part ging. Es wurde immer steiniger, die Sonne brannte mittlerweile auf unseren Koepfen und die Vegetation verschwand allmaehlich. Zum Glueck gab es dann einen ersten schoenen Ausblick, schnell ging es aber weiter bergauf.. Die Landschaft war mittlerweile von braunem Geroell gepraegt und kurze Pausen wurden immer noetiger. Es wurde so langsam echt anstrengend! Ich hatte leider das Pech, dass sich jetzt, nach ca. 2 Stunden, Blasen an meinen Fersen entwickelten. Und das, obwohl ich extra mit Pflastern vorgesorgt hatte! Aber es sollte noch anstrengender werden ;) Dann sahen wir den Mount Doom (bekannt aus "Herr der Ringe"), supersteiler, grauer und hoher Berg, den viele waehrend des Crossings besteigen. Eigentlich war das auch unser Plan, als meine Blasen aber auch mit neuen Blasenpflastern wie die Hoelle brannten, entschieden wir uns dagegen. Der Aufstieg ist unglaublich anstrengend, da der Berg einfach ein riesiger Geroellhaufen ist und man bei jedem Schritt 3 Meter zurueck rutscht. Es soll sich aber allein wegen des Blickes von dort oben lohnen! Wir machten uns weiter auf den Weg und zum Glueck kam jetzt wieder eine eher entspannte Strecke mit tollem Blick auf den Mount Doom (eigentlich Mount Ngauruhoe) und einen "Blue Lake", der aber eher etwas gelblich war.  Die Landschaft war jetzt eine gelblich, braeunliche Moonlandschaft mit weiter Sicht. Natuerlich sollte es das nicht lange so bleiben und schon ging es wieder bergauf. Auf halber Strecke hatte man dann einen atemberaubenden Blick ueber schwarze Felsen, den Mount Doom und die Mondlandschaft und man konnte praktisch ueber den ganzen Nationalpark schauen. Dann ging es weiter bergauf. Der Weg bestand jetzt nur noch aus grossen Steinen und Geroell und man musste sich echt konzentrieren, nicht falsch aufzutreten. Ich war beeindruckt, wie viele Menschen diesen Walk machen! Es gehoert zwar zu den beruehmtesten der Welt, aber mit 70 oder mit kleinen Kindern haette ich mich hier auf keinen Fall auf den Weg gemacht. An einem Teil der Strecke musste man sich sogar mit Hilfe einer Kette die Felsen hochziehen. Dann eeendlich waren ganz oben angelangt und hatten einen super Blick. Zu den schwarzen Felsen, dem Mt. Doom und der Mondlandschaft gesellte sich nun auch der "Red Crater". Dunkelrote Farbkleckse standen hier in einem krassen Kontrast zu den schwarzen Kieseln. So etwas hatten wir bis dahin noch nicht gesehen! Dann kam fuer mich der schlimmste Teil der Strecke :D Wo andere einfach Spass haben, das Geroell runterzuhuepfen, war es fuer mich eher eine Tortur. Am Ende bin ich einfach den letzten Teil auf dem Po runtergerutscht :D Eine Duene hinunterzulaufen ist viel einfacher, der Sand ist schoen weich und gleichmaessig. Hier gab es aber alles, von grossen Steinen bis hin zum Sand und dazu kommt, dass es verdammt steil war. Der einzige Lichtblick waren die drei krass blauen Seen am Ende des Tracks die aus dem schwarzen Geroell hervorstachen. Unten angekommen gab es dann auch eine wohlverdiente Pause. Jetzt hatten wir ungefaehr die Haelfte des Weges hinter uns und auch die meisten Attraktionen. Noch an einem grossen, blauen See vorbei und dann ging es aus den Vulkanen heraus, zurueck zwischen Graeser und Buesche mit einem Blick unglaublich schoenen Blick bis zum Lake Taupo! In Serpentinen ging es nun die knapp 1000 Hoehenmeter, die wir in den letzten 10-12 km gemacht hatten, wieder bergab. Die Landschaft veraenderte sich nicht mehr grossartig, aber der Blick war super! Die letzten 4 km ging es dann nur noch durch den Wald und bergab und unsere Fuesse und Knie taten uns allesn weh. Unsere Energieressorucen waren so langsam am Ende und so schleppten wir uns die letzten Kilometer Richtung Parkplatz. Nach 9 Stunden (wir haben viiele Pausen gemacht und ich war wegen meiner Blasen nicht so schnell, man kann den Track auch in 6-7 Stunden machen) wandern, waren wir heilfroh endlich im Auto zu sitzen und zurueck zum Campingplatz fahren zu duerfen. Der Track war echt beeindruckend aber auch super anstrengend! Insgesamt hat mir die Wanderung am Mount Taranaki aber ein ganz klein bisschen besser gefallen, da dort viel weniger los war und wir nicht so genau wussten, was uns erwartet. Ich hatte beim Tongariro Crossing ehrlich gesagt auch nicht ganz so viele braune und leere Flaechen erwartet, aber so ist das vermutlich zwischen den Vulkanen. Gelohnt hat sich die Erfahrung aber auf alle Faelle und jeder, der in Neuseeland ist, sollte diese Wanderung einmal machen. Und wenn es dazu ist, damit anzugeben ;)

 

 

 

 

 

 

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25.12.2015

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